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CULT

Der Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT) fördert die kulturellen Aspekte der Europäischen Union, die Bildungs- und Jugendpolitik sowie die Entwicklung einer Sport- und Freizeitpolitik. Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung, in dem ich als stellvertretendes Mitglied tätig bin, ist seit 2019 die deutsche Abgeordnete Sabine Verheyen. Der Ausschuss setzt sich zusammen aus einem Vorsitzenden, drei stellvertretenden Vorsitzenden, sowie ordentliche und stellvertretende Mitglieder. Insgesamt arbeiten insgesamt 60 Mitlieder des Europäischen Parlaments im Ausschuss für Kultur und Bildung.

 Der CULT Ausschuss ist zuständig für die Verbreitung der Kultur, des kulturellen Erbes und der kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Des Weiteren beschäftigt sich der Ausschuss mit der Bildungspolitik der Union, einschließlich des europäischen Hochschulraums, die Förderung des Systems der europäischen Schulen und des lebenslangen Lernens. In diesem Rahmen ist der Ausschuss verantwortlich für die drei großen Förderprogramme „Erasmus +“ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, „Creative Europe“, das den europäischen Kultur- und Kreativsektor unterstützt, und das Programm „Europäische Solidaritätskorps“.

 Erasmus+ zur Förderung der Bildung

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. In dem Zeitraum von 2014 – 2020 betrug die Mittelausstattung für das Programm 14,7 Milliarden Euro. In diesem Zeitraum profitierten mehr als 4 Millionen Menschen von den EU-Mitteln. Während die Kommission eine Verdoppelung des aktuellen Budgets für den Zeitraum 2020 – 2027 vorschlägt, plädiert das Europäische Parlament für eine Verdreifachung, damit das Programm mehr Menschen aus unterschiedlichen Bereichen besser erreichen und die Beteiligung von Menschen mit weniger Chancen fördern kann.

 Auch Brandenburg kann durch das Programm Erasmus+ profitieren und ist mit renommierten Universitäten, einer lebendigen Start-up Szene, einer attraktiven Umgebung sowie mit Berlin einer der hippsten Städte Europas ein beliebtes Ziel für ausländischen Studenten oder Lehrlinge. Der interkulturelle Austausch mit jungen ausländischen Studenten und Fachkräften führt zu einem weltoffeneren Brandenburg und einer offenen Wirtschaft wodurch wir unsere Güter auf dem Europäischen Markt besser exportieren können.

 

Kreatives Europa zur Unterstützung der europäischen Kultur- und Kreativbranche

Die Kreativwirtschaft ist unsere Zukunft, sie bietet die Grundlage für Innovation und schafft es immer wieder uns zu überraschen. Das Programm Kreatives Europa fördert den europäischen Kultur- und Kreativsektor, insbesondere den audiovisuellen Bereich. Das vorrangige Ziel ist es Projekten einen europäischen Mehrwert zu geben, um ihren internationalen Erfolg zu vergrößern, die Professionalisierung der Akteure auf internationalem Terrain zu fördern sowie neue Publikumskreise zu erschließen.

 Diesbezüglich gründete ich 2014 zusammen mit meiner Kollegin Pervenche Berès (S&D) die Intergroup „Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa“. Themen wie der digitale Binnenmarkt, die Urheberrechtsrichtlinie und die Industriestrategie benötigen einen internationalen und überparteilichen Ansatz mit Verbündeten in allen Ausschüssen und Parteien.

 Außerdem war ich Co-Berichterstatter für einen umfassenden, einheitlichen und langfristigen industriepolitischen Rahmen für den Kultur- und Kreativsektor. Der gemeinsame Bericht fordert die EU auf die Bereitstellung von angemessenen Mitteln für den Kultur- und Kreativsektor in ihre strategischen Ziele und allgemeinen Prioritäten aufzunehmen. Der gemeinsamen Initiativberichts des Industrie- und Kulturausschusses (ITRE/CULT) sieht die gemeinsamen Potenziale von Wirtschaft und Kultur, um Arbeitsplätze zu generieren und das BIP zu steigern.

 Solidaritätskorps

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine Initiative der Europäische Union, die Möglichkeiten für junge Menschen schafft, an Freiwilligenprojekten oder Beschäftigungsprojekten in ihrem eigenen Land oder im Ausland teilzunehmen, die Gemeinschaften und Menschen in ganz Europa zugutekommen. Teilnehmer*innen müssen volljährig und dürfen nicht älter als 30 Jahre alt sein. Die verschiedenen Tätigkeitsfelder variieren von individuellen Freiwilligentätigkeiten, Engagements in Freiwilligenteams, Praktika oder Arbeitsstellen in Vollzeit. Des Weiteren können junge Menschen ihre eigenen Solidaritätsprojekte auf die Beine stellen. Die verschiedenen Projekte orientieren sich beispielsweise an Themen zu Inklusion, Umwelt oder Kultur.  Stand Oktober 2019 haben sich bislang 11.931 Interessenten registriert aus Deutschland registriert.