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Innovation – Motor für Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Entwicklung

Handys, wie wir Sie heute kennen, Computer, Kameras oder sogar Kleidung sind die Ergebnisse intensiver Forschung und Innovationen. Innovationen können dabei viele Gesichter haben. Beim Thema Gesundheit werden beispielsweise die Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten für Krebs- oder Alzheimer-Patienten gefördert. Im Energiesektor geht es vor allem um nachhaltige, saubere Elektrizität. Und im Bereich Verkehr gibt es viele Projekte, welche die Entwicklung von Elektroautos oder sogar -Flugzeugen voranbringen. All das finanziert die Europäische Union.

2012 wurde ich als einer von drei Abgeordneten vom EU-Parlament beauftragt, dessen Position zum Forschungs-und Innovationsprogramm Horizont 2020 zu verfassen. Horizont 2020 ist ein Europäisches Forschungsrahmenprogramm, das Neuerungen und Innovation in der Wissenschaft fördert. Die finanziellen Mittel gehen dabei an Wissenschaftler in Universitäten und Forschungszentren, aber auch an innovative Technologieunternehmen. Das war eine sehr spannende und interessante Erfahrung für mich, denn dadurch konnte ich in Austausch mit verschiedenen Forschern, darunter auch jungen Wissenschaftlern, treten, um über Ihre Ideen und Anregungen zu reden, wie die EU Innovation fördern sollte. Mit all dem Input, den wir dadurch gesammelt haben, konnten wir Horizont 2020 erarbeiten und 80 Milliarden Euro vom EU-Haushalt bereitstellen. Damit wurde Horizont 2020 das größte Forschungsförderungsprogramm weltweit.

Derzeit erarbeiten wir das Nachfolgeprogramm „Horizon Europe“ – und wieder einmal wurde ich zum Berichterstatter EPP´s ernannt.

Brandenburg hat eine Schlüsselrolle im Horizont 2020-Programm. Dank einer Vielzahl von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen hat unsere Region enormes Innovationspotential. Die über 50 Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitutionen sind überaus wichtige Teilnehmer in dem Programm und garantieren damit seinen Erfolg.

Um konkret zu werden: Horizont 2020 finanziert unter anderem Forschung zur Verbesserung des Lebens im ländlichen Raum. Das ist auch ganz besonders wichtig für Brandenburg, wo der demografische Wandel die Abgeschiedenheit auf dem Land, weit weg von Berlin, noch mehr verschlechtert.

Ich werde ausdrücklich Projekte und Initiativen aus Brandenburg unterstützen, die sich für EU-Fördermittel bewerben. Ich würde mich freuen, wenn unsere Region mit ihren exzellenten Forschern, Institutionen und Universitäten weiterhin so stark involviert bleibt.

Horizont 2020 endet im Jahre 2020, weshalb wir jetzt schon am Nachfolger des Programms arbeiten. Wir laden die Forschungsgemeinschaft in Brandenburg dazu ein, an den diversen Beratungsprozessen zum neuen Rahmenplan 9, kurz FP9, teilzunehmen. Für uns ist es sehr wichtig, Ihre Sicht auf die Dinge zu verstehen.

Eine Schlüsselinitiative, die wir innerhalb von FP9 entwickeln werden, ist die Hilfe für Regionen wie Brandenburg. Dabei geht es darum, Mittel aus den Forschungsprogrammen mit Mitteln aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds zu kombinieren. Brandenburg erhält in der Förderperiode 2014-2020 von der EU beispielsweise um die 850 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Wir müssen sicherstellen, dass diese Fördermittel auch weiterhin der Forschung zugutekommen. Wir in Brandenburg haben eine herausragende Forschungs- und Innovationsstrategie, die sich zurzeit auf die Stärkung von angewandter Wissenschaft, Entwicklung und Innovation konzentriert. Um noch mehr dazu beizutragen, sollten wir die Potentiale aller EU-Förderinstrumente kombinieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.horizont2020.de/