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Was ist die Intergroup „Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa“?

2014 gründete ich zusammen mit meiner Kollegin Pervenche Berès (S&D) die Intergroup „Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa“. Eine Intergroup bringt, obwohl sie kein offizielles Organ mit einer repräsentativen Position ist, Mitglieder des Europäischen Parlaments aus verschiedenen Parteien und Ländern zusammen um Themen von gemeinsamen Interesse zu diskutieren. Sie werden in jeder Legislaturperiode neu gegründet und müssen die Zustimmung vom Plenum erhalten. Danach dürfen sie Events und Diskussionsrunden veranstalten, Mitglieder miteinander verbinden und zusammen über Gesetzgebung beraten.

Ich habe mich dazu entschieden eine Intergroup für die Kreativwirtschaft zu gründen. Die Kreativwirtschaft ist unsere Zukunft, sie bietet die Grundlage für Innovation und schafft es immer wieder uns zu überraschen. Zurzeit befindet sie sich im Fokus mehrerer Gesetzesvorhaben. Zu diesen zählen unteranderem der Digitale Binnenmarkt, die Urheberrechtsrichtlinie und die Industriestrategie. Um diese Gesetzgebungen anzugehen brauchen wir einen internationalen und überparteilichen Ansatz mit Verbündeten in allen Ausschüssen und Parteien. So können wir einen Unterschied machen.

Was sind unsere Prioritäten?

Die Intergroup fokussiert sich vor allem auf:

  • EU Urheberrechtsrichtlinie als Teil des digitalen Binnenmarktes und dessen Effekts auf die Kreativwirtschaft
  • die Etablierung des Sektors als eine Priorität in den relevanten Förder- und Finanzierungsstrukturen (zum Beispiel: Creative Europe, FP9, Strukturfonds, MFF und COSME)
  • die Förderungen von kultureller Diversität in Europa
  • die Errichtung des Digitalen Binnenmarktes
  • der Kampf gegen Arbeitslosigkeit in den europäischen Mitgliedsstaaten
  • die Erhaltung von traditionellen Handwerksfähigkeiten
  • die Etablierung von Kreativität und der Kreativwirtschaft als Säulen der europäischen Integration

Was haben wir bisher erreicht?

Während dieser Legislaturperiode hat die Intergroup bereits 20 Veranstaltungen und Workshops mit wichtigen Interessenvertretern und Gesetzgebern organisiert um aktuelle und wichtige Themen für die Kreativwirtschaft zu organisieren.

Zu diesen Events gehörten unter anderem:

  • Austausch mit Staatsministerin Monika Grütters und der damaligen französischen Kulturministerin Pellerin (März 2015)
  • Meinungsaustausch mit Kommissar Oettinger (März 2015)
  • Austausch mit Interessensvertretern „Eine zukünftige Industriepolitik für die Kultur- und Kreativwirtschaft“ (November 2015 bis Mai 2016)
  • Veranstaltung mit IMPALA und LiveEurope zum Pilot Projekt „Music Moves Europe: A EU Music Funding Program“ (Juni 2017)
  • Veranstaltung mit Kommissarin Gabriel „Die europäischen Animationsindustrie: Zeit für Aktion“ (Januar 2018)

Außerdem hat die Intergroup zwei High-Level Konferenzen zur Zukunft der Kultur- und Kreativwirtschaft organisiert (Juni 2015 und Oktober 2016).

Und es wird noch mehr geben. Für dieses Semester stehen die folgenden Veranstaltungen an:

  • Veranstaltung mit GESAC „Wie kann der Value Gap in Urheberrechtsrichtlinie geschlossen werden?“ (März 2018)
  • Veranstaltung mit der schwedischen Region Skane „Die Kultur- und Kreativwirtschaft in den Regionen: Ein unerkanntes Potential?“ (März 2018)
  • Austausch mit Interessensvertretern „Die Kultur- und Kreativwirtschaft im neuen Forschungsrahmenprogramm“ (April 2018)

Wer ist Mitglied der Intergroup „Kultur- und Kreativwirtschaft“?

Die Intergroups des Europäischen Parlaments sind international und überparteilich. Die Intergroup „Kultur- und Kreativwirtschaft“ hat 36 Mitglieder:

EVP:

Dr. Christian Ehler (DE)

Pascal Arimont (BE)

Heinz K. Becker (AT)

Jerzey Buzek (PL)

Marc Joulaud (FR)

Barbara Kudrycka (PL)

Angelika Niebler (DE)

Paul Rübig (AT)

Inese Vaidere (LV)

Sabine Verheyen (DE)

Hermann Winkler (DE)

Joachim Zeller (DE)

S&D:

Pervenche Berès (FR)

José Blanco López (ES)

Silvia Costa (IT)

Mady Delvaux-Stehres (LU)

Lidia Joanna Geringer de Ooedenberg (PL)

Neena Gill (UK)

Giorgos Grammatikakis (GR)

Eva Kaili (GR)

Dietmar Köster (DE)

Constanze Krehl (DE)

Krystyna Lybacka (PL)

Susanne Melior (DE)

Virgine Roziere (FR)

Greens:

Helga Trüpel (DE)

Reinhard Bütikofer (DE)

Julia Reda (DE)

 

EFDD:

Isabella Adinolfi (IT)

Eleonora Evi (IT)

 

 ALDE:

Martina Dlabajová (CZ)

Petras Austrevicius (LT)

Angelika Mlinar (AT)

ECR:

Emma Mcclarkin (UK)

ENF:

Barbara Kappel (AT)