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Bericht: Lena Wagner

Aus meinem großen Interesse an Europapolitik heraus und dem Wunsch, einen tieferen, direkten Einblick in diese zu gewinnen, entschied ich mich dazu, mich bereits vor dem Studium auf ein Praktikum im Europäischen Parlament zu bewerben und freute mich dementsprechend sehr über die Zusage aus dem Büro von Herrn Dr. Ehler. Als ich im Januar zu meinem ersten Praktikumstag in Brüssel eintraf, hatte ich jedoch noch keine genaue Vorstellung davon, was mich in den nächsten drei Monaten erwarten würde.

Zunächst ist natürlich das Parlament selbst durch seine Größe, die verschiedenen Gebäudeteile und Einrichtungen, die es wie eine „Stadt in der Stadt“ erscheinen lassenvund die vielen Menschen, die hier täglich ihren unterschiedlichen Arbeiten nachgehen, durchaus beeindruckend. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt, selbst Tag für Tag dort ein- und auszugehen. Dies geschah aber von ganz allein, denn ich wurde im Büro, das mit dem tollen Ausblick aus der 15. Etage zweifelsohne zu den schönsten im Parlament gehört, sehr freundlich und herzlich aufgenommen und gleich von der ersten Woche an in die Arbeitsabläufe eingebunden.

So wurden mir in den folgenden Wochen vielfältige Aufgaben anvertraut, ich konnte zu verschiedensten Themen Recherchen durchführen, Briefings erstellen, zu Terminvorbereitungen beitragen und Ausschuss- und Fraktionssitzungen sowie andere Veranstaltungen inner- und außerhalb des Parlaments besuchen. Dank Herrn Dr. Ehlers bemerkenswert breit gefächerten und interessanten Arbeitsbereichen umfasst die tägliche Arbeit im Büro ein ebenso breites Spektrum an Themen und Fragestellungen, das von der Forschungs- und Innovationspolitik und der Energiepolitik über die Kultur- und Kreativwirtschaft und Digitalisierung bis hin zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik reicht.

Zudem hätte mein Praktikum wohl kaum in einem spannenderen Zeitraum stattfinden können: In diese drei Monate fielen sowohl die finalen Triloge zum Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe als auch die Endphase der Debatte und die Abstimmung zur Urheberrechtsreform sowie brisante Entwicklungen im Kontext der Brexit-Verhandlungen. Die Arbeit im Parlament brachte auch uns Praktikanten in unmittelbaren Kontakt mit diesen Themen und Ereignissen sowie direkt mit Bürgern, die sich für Herrn Dr. Ehlers Arbeit interessierten. Während meines Praktikums konnte ich somit sehr intensive Wochen mit vollem Terminplan miterleben, in denen Herr Dr. Ehler täglich zahlreiche, eng getaktete Termine und Verpflichtungen wahrnahm und mit ihm auch jeder im Büro viel zu leisten hatte.

Besonders interessant war es dabei natürlich, Herrn Dr. Ehler „in Aktion“ und nicht nur mit großer Fachkompetenz, sondern auch klaren Worten auftreten zu sehen, wie etwa auf Konferenzen im Rahmen der „Creative Week“, an deren Organisation wir ebenfalls mitwirken konnten, oder vor Besuchergruppen. Darüber hinaus hatten wir die Möglichkeit, zu zweit in der „Voxbox“ ein Interview mit Herrn Dr. Ehler über den Brexit betreffende Fragestellungen zu führen. Ein weiteres Highlight war für mich mein Praktikantentag, an dem ich Herrn Dr. Ehler zu all seinen Terminen, sogar zu einem Meeting mit Kommissarin Mariya Gabriel im Berlaymont-Gebäude, begleiten und hierbei sehr interessanten, verschiedenartigen Gesprächen beiwohnen durfte.

Der Arbeitsalltag als Praktikantin im Büro Ehler war durch die Fülle an Themen und Terminen überaus abwechslungsreich und vielseitig und somit alles andere als „alltäglich“. Das ganze Team im Büro, das gemeinsam jede Situation und jedes sich stellende Problem konstruktiv und souverän meistert, trägt durch Humor und Offenheit zu einer sehr positiven Atmosphäre und zur Freude an der Arbeit bei. Es war für mich eine besondere Erfahrung, sozusagen als kleines Zahnrad im Uhrwerk des Parlaments an der Arbeit von Herrn Dr. Ehler und des Europäischen Parlaments im weiteren Sinne beteiligt sein zu dürfen.

Im Laufe des Praktikums konnte ich anhand der zahlreichen unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen viel lernen, über einzelne speziellere Themen, aber vor allem auch über die Abläufe der politischen Arbeit des Parlaments. Indem ich auf so direkte und aktive Weise die Funktionsweise und Prozesse des Parlaments und der EU als Ganzes näher kennenlernen durfte, habe ich einen neuen Blick auf die Europapolitik und eine bessere Vorstellung davon gewonnen, was die einzelnen Abgeordneten und Ausschüsse konkret bewegen, was mein Verständnis für die Bedeutung von deren Arbeit und das Gewicht des europäischen Parlaments geschärft hat.

Diese Einblicke haben meinen Glauben an und meine Begeisterung für die europäische Idee noch verstärkt und mir bewusst gemacht, wie wichtig die Förderung des europäischen Projekts und des Vertrauens in dieses ist. Und dass es sehr erstrebenswert ist, ein breiteres Verständnis in der Bevölkerung dafür, zu erzeugen, was die EU für jeden Einzelnen und ganz Europa auf den Weg bringt.

Mein Interesse an dem, was in der EU und ihren Institutionen passiert, ist in jedem Fall weiter gestiegen und ich bin dankbar, dieses Praktikum, das meinen Horizont erweitert, neue Perspektiven eröffnet und mich so persönlich sehr bereichert hat, schon in diesem Lebensabschnitt absolviert haben zu dürfen. Mein großer Dank gilt daher Herrn Dr. Ehler dafür, dass mir diese einmalige Erfahrung ermöglicht wurde, und besonders allen Mitarbeiterinnen und -praktikanten dafür, dass sie mein Praktikum zu einer lehrreichen, spannenden und prägenden Zeit gemacht haben, die ich sehr positiv in Erinnerung behalten werde.

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