Anlässlich der heutigen Abstimmung im Europaparlament, bringt der brandenburgische CDU-Europa-Abgeordnete Dr. Christian Ehler, Sprecher der EVP-Fraktion für den Industrieausschuss, sein großes Bedauern über den endgültigen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union zum Ausdruck und äußert gleichzeitig die Befürchtung, dass es zu keinem für beide Seiten befriedigenden Deal kommen wird:

„Der für beide Seiten so essenzielle Bereich der Forschungs- und Innnovationspolitik wird immer mehr zum Spielball der innenpolitischen Interessen der Regierung von Boris Johnson. Alle Versprechen, einen Zugang zu den Forschungs- und Innovations-Programmen der EU sowie zu den für die britische Industrie so wichtigen, großen Technologieplattformen wie Clean Sky 2, zu bekommen, sind nicht durch eine in irgendeiner Weise strukturierte Verhandlungsposition unterfüttert. Es scheint der britischen Regierung egal zu sein, dass ein internationaler Player wie Rolls Royce ab 2021 nicht mehr in der für Airbus und andere große Hersteller so bedeutenden Neuauflage des Technologiekonsortiums vertreten sein wird.

Die Vorstellung, sich vollkommen vom Binnenmarkt abzukoppeln und gleichzeitig an allen Teilen des Forschungsprogramms partizipieren zu können, wird nicht funktionieren. Die Versprechen der britischen Regierung in Richtung Industrie, Forschung und Universitäten in UK sind nicht nur durch keinerlei Verhandlungskonzept unterfüttert, sondern werden von den Extremisten in der Tory-Regierung aktiv untergraben. Wir sollten die Türe weiterhin für die Wissenschaft in Großbritannien offenhalten, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen die Perspektiven eher düster aus.“