Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg beschlossen, dass die EU-Förderprogramme für Schulmilch und Schulobst zusammengelegt werden sollen und die Finanzausstattung um 20 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden soll.

Dr. Christian Ehler (EVP/CDU): Gesundheit fördern, Kinder stärken – Milch und frisches Obst an Schulen unterstützen

Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg beschlossen, dass die EU-Förderprogramme für Schulmilch und Schulobst zusammengelegt werden sollen und die Finanzausstattung um 20 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden soll. Damit soll die gesunde Ernährung von Schulkindern gefördert werden.
Dazu erklärte der brandenburgische Europaabgeordnete Dr. Christian Ehler (CDU): „Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Basis für einen aktiven Tag in der Schule und für lebenslange gute Gesundheit.“
Um dies zu gewährleisten, wurde auch beschlossen, dass Kenntnisse über gesunde Ernährung vermittelt werden sollen. Die Umsetzung in konkrete Bildungsmaßnahmen wird durch die Mitgliedstaaten und deren nationale Behörden erfolgen. So sollen die Schüler beispielsweise Wissen über die Lebensmittelproduktion durch den Besuch von Bauernhöfen gewinnen. Die EU-Parlamentarier führten zudem einen Schlüssel ein, um die Mittel gerecht auf die einzelnen Länder zu verteilen. Dabei werden die Zahl der Kinder zwischen 6 und 10 Jahren in der Bevölkerung sowie der Entwicklungsstand der jeweiligen Region berücksichtigt. Seit 1977 gibt es das Programm zur Schulmilch-Förderung durch die EU und 2009 wurde das EU-Förderprogramm für Schulobst aufgelegt. Der durchschnittliche Konsum von Obst, Gemüse und Milch sinkt in Europa. Derzeit sind etwa 20 Millionen Kinder in der EU übergewichtig und Erwachsene nehmen im Schnitt nur 30-50% der täglich empfohlenen Menge an Obst und Gemüse zu sich. Die Folgen von Übergewicht machen allein etwa 7% der EU-weiten Gesundheitskosten aus (in Deutschland ca. 21 Milliarden Euro pro Jahr).
„Übergewicht und falsche Ernährung sind zwei der größten Gesundheitsrisiken in Europa und das EU-Programm ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg hin zu einer gesünderen Lebensweise.“