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14.11.2017, 15:13 Uhr | Pressemitteilung
Dr. Christian Ehler (EVP/CDU): Verpflichtende sicherheitsrelevante Fahrerassistenzsysteme zur Unfallvermeidung
Europäisches Parlament stimmt für mehr Fahrzeugsicherheit in der EU

Anlässlich der heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments in Straßburg über einen Entschließungsantrag für mehr Fahrzeugsicherheit in der EU erklärte der Brandenburger CDU-Europaabgeordnete Dr. Christian Ehler: „Die heutige Forderung des Europäischen Parlaments wird dazu beitragen, das festgesetzte Ziel der Halbierung der Anzahl der Verkehrsunfallopfer bis 2020 und die Verwirklichung des Vision-Zero Ziels von null Verkehrstoten in Europa bis 2050 schrittweise zu erreichen.“

Die Forderung der Parlamentarier sieht den verpflichtenden, serienmäßigen Einbau von Fahrerassistenzsystemen in PKW, LKW und Bussen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit aller EU-Bürger vor. „Technologien, wie Geschwindigkeits-, Spurhalte- und automatische Bremssysteme sollen zukünftig zur Serienausstattung gehören und insbesondere Autofahrer dabei unterstützen, Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer besser zu erkennen, zu schützen und Unfälle zu vermeiden“, so Ehler weiter. Jährlich verlieren knapp 25 500 Menschen auf europäischen Straßen ihr Leben, weitere 135 000 Menschen werden schwer verletzt. Knapp 45 % der Unfalltoten sind Fahrzeuginsassen. „Die Tatsache, dass ungefähr 95 % aller Unfälle auf menschliches Versagen wie Fahruntauglichkeit, Überforderung, Fehleinschätzung und Ablenkung zurückzuführen sind, unterstützt unsere Forderung nach einer gesetzlichen Verpflichtung zum Einbau sicherheitsrelevanter Fahrerassistenzsysteme“, führte Ehler weiter aus. Insbesondere für Lastkraftwagen und Busse sollen künftig Front-, Seiten- und Rückfahrkameras sowie Wendeassistenzsysteme zwingend vorgeschrieben werden, um den toten Winkel zu verringern. Zudem fordern die Abgeordneten, dass die EU-Kommission die Festsetzung der Höchstgrenze für die Blutalkoholkonzentration auf 0,0 ‰ für alle "neuen" und Berufskraftfahrer prüft.

Daneben spielt der Faktor der Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Erschreckende 43% der Verkehrstoten in Stadtgebieten sind Fußgänger oder Radfahrer. „Eine gut ausgebaute und instandgehaltene Infrastruktur ist Voraussetzung für das einwandfreie Funktionieren von Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehört insbesondere, dass Straßenschilder einwandfrei lesbar und Fahrbahnmarkierungen zweifelsfrei erkennbar sein müssen“, betonte Ehler.

 

„Verkehrs- und Fahrzeugsicherheit muss künftig mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden. Ein  gesteigertes Interesse an diesem wichtigen Thema trägt nicht nur zu einer verbesserten Straßenverkehrssicherheit bei, sondern wirkt sich auch positiv auf Forschung, Entwicklung und Innovation in Europa aus, fördert den technischen Fortschritt und damit gleichzeitig die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen“, so Ehler abschließend.