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24.10.2017, 14:02 Uhr | Pressemitteilung
Dr. Christian Ehler (EVP/CDU): Weitere Aufwertung unserer hohen europäischen Qualitätsstandards
Europäisches Parlament stimmt für mehr organische und sicherere Düngemittel in der EU
Anlässlich der heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments in Straßburg über eine neue Vorschrift für die Kennzeichnung und Nutzung von Düngemitteln erklärte der Brandenburger CDU-Europaabgeordnete Dr. Christian Ehler: „Die neuen Vorschriften fördern die Verwendung von mehr Recyclingmaterial zur Herstellung von Düngemitteln, tragen so zur Entwicklung der Kreislaufwirtschaft bei und verringern gleichzeitig die Abhängigkeit von importierten Nährstoffen aus Drittländern.“
Die bisherige Verordnung umfasste verschiedene Düngemitteltypen, bei denen es sich jedoch im Wesentlichen um konventionelle, mineralische Düngemittel handelt, welche aus Primärrohstoffen gewonnen werden und von denen einige energie- und CO2-intensive Herstellungsprozesse erfordern. „Die Aufnahme sämtlicher, und nicht nur mineralischer Düngemittel in das EU-Recht, insbesondere Düngemittel aus Bio- und Recyclingmaterial, wird dazu beitragen, den europäischen Binnenmarkt weiter zu vervollständigen und die Investitionen von kleinen und mittelständischen Unternehmen in die Kreislaufwirtschaft weiter zu fördern und zu verstärken“, so Ehler weiter.

Darüber hinaus legt die neue Verordnung Grenzwerte in Bezug auf den Gehalt an Schwermetallen und sonstigen Schadstoffen, wie Pathogenen und physikalischen Verunreinigungen fest. Insbesondere Cadmium, ein Schwermetall, das vor allem in mineralischen phosphathaltigen Düngemitteln vorkommt, kann ein Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellen. Da Cadmium sich in den Böden anreichert und auf Lebensmittel übergehen kann, wirkt es sich potenziell schädigend auf die Gesundheit, die Artenvielfalt des Bodens und die Qualität des Trinkwassers aus. Die Kadmiumgrenzwerte sollen künftig nach sechs Jahren von 60 mg/kg auf 40 mg/kg und nach 16 Jahren auf 20 mg/kg gesenkt werden. „Die neue Verordnung stellt eine Möglichkeit dar, die bereits bestehenden hohen europäischen Qualitätsstandards weiter aufzuwerten und verlässliche Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern“, so Ehler abschließend.